Netzausbau wird vorangetrieben

Juni 17th, 2009 von admin

Der Bundesrat hat den Weg für einen beschleunigten Netzausbau freigemacht. Er stimmte einem Gesetz zu, dass unter anderem auch die Verlegung von unterirdischen Leitungen einfacher ermöglichen soll. Hier besteht allerdings die Gefahr erhöhter Kosten für die Verbraucher.
Das Gesetz beinhaltet die Ermöglichung einer schnelleren Abwicklung von Planungs- und Genehmigungsverfahren für insgesamt 24 Vorhaben im Bereich der Stromnetze. Dadurch wird der Ausbau vorangetrieben und beschleunigt. Vor allem aber der Aspekt der unterirdischen Leitungen dürfte für geteilte Reaktionen sorgen. Zahlreiche Verbraucher hatten in der vergangenen Zeit gefordert, den Ausbau der Leitungen einzudämmen oder unter die Erde zu verlegen. Ihr Appell wurde nun auch vom Bundestag erhört – jedoch könnten die unterirdischen Leitungen auch durchaus Nachteile für die Kunden mit sich bringen.

Risiken für Verbraucher

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft warnte in diesem Zusammenhang ebenso wie das Bundeswirtschaftsminiterium vor erhöhten Stromkosten durch Verlegung der Hochspannungsleitungen unter die Erde. Diese Mehrkosten würden in Form von Preissteigerungen an die Verbraucher weitergegeben, so die Prognose. Daher gäbe es hier durchaus Risiken für die Kunden.
Die neuen Leitungen sollen generell jedenfalls vor allem Windkraftwerke unterstützen und den dort produzierten Strom effektiv an die Verbraucher weiterleiten. Auch Anlagen, die überschüssigen Strom speichern können, sollen durch das Gesetz gestärkt werden. Letztendlich werden die neuen Leitungen aber auch den Strom aus bestimmten konventionellen Kraftwerken leiten – diese müssen dafür aber neu und besonders effizient sein.
Insgesamt hilft das Gesetz also, die bundesweiten Stromnetze auf die heutigen Anforderungen umzurüsten, birgt aber auch gewisse problematische Aspekte bezüglich der Kosten und der Finanzierung.

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