Studie: Klimaschutzziele stark gefährdet

Mai 6th, 2009 von admin

Die Realisierung des Ziels, die Erderwärmung auf 2°C zu begrenzen, wird immer schwieriger. Nur durch eine schnelle Abkehr von fossilen Brennstoffen ließe sich die Klimakatastrophe noch eindämmen, warnt eine Studie des Wissenschaftsmagazins “Nature”.

Seit geraumer Zeit warnen Klimaexperten vor den Folgen der primär durch massive CO2-Emissionen ausgelösten Umweltverschmutzung. Die Erderwärmung werde drastisch zunehmen und die globalen Klima- und Wetterverhältnisse somit aus dem Gleichgewicht geraten, so die düsteren Vorhersagen. Angesichts dieser Prognosen wurden bereits viele Maßnahmen zum Schutz des Klimas beschlossen, dessen Ziele jedoch bisher insgesamt nur in unzureichendem Maße erreicht wurden. Auch die Ablösung fossiler Brennstoffe – also Kohle, Gas und Öl – als Hauptenergieträger durch regenerative Energien ist bei Weitem nicht so weit fortgeschritten, wie es nötig wäre. Dies bestätigt nun eine Studie, die im aktuellen “Nature” veröffentlicht wurde. Demnach müsste das Ende der fossilen Energieära möglichst bald vonstatten gehen, um die massiven CO2-Einsparungen zu ermöglichen, die für den Schutz des Klimas notwendig seien.

Schnelles Handeln gefragt

Konkret berechneten die Forscher im Rahmen der dreijährigen Untersuchungen, dass die Emissionen bis zum Jahr 2050 im Vergleich zu 1990 um rund 50 Prozent sinken müssten, um die 2-Grad-Ziele der über hundert Länder, darunter auch die der EU, zu erreichen. Würde weiterhin soviel verbrannt wie bisher, würde die maximale Menge CO2 bereits in 20 Jahren ausgestoßen worden sein, erklärt ein Forscher im “Spiegel”. In den vergangenen 9 Jahren sei darüber hinaus bereits ein Drittel dieser Menge emittiert worden – es besteht also Handlungsbedarf.
Die Studie zeigt auch auf, wie dringlich in diesem Zusammenhang die Abkehr von fossilen Energieträgern ist: Würden alle wirtschaftlich verwendbaren Ressourcen von Kohle, Gas und Öl bis 2050 verbrannt, würde die maximale CO2-Grenze überschritten werden – und zwar um das vierfache, so die Berechnungen. Dies zeigt, dass der Klimaschutz durch die Förderung regenerativer Energien so schnell wie möglich vorangetrieben werden muss.

Vorlage für Klimagipfel

Die Studie bietet einen wichtigen Anreiz für die im Dezember anstehende, wichtige UN-Klimakonferenz in Dänemark. Dort sollen im Rahmen eines Kyoto-Protokoll – Nachfolgers verbindliche Klimaschutzziele vereinbart werden. Angesichts der Voraussagen der Klimaexperten könnten die Teilnehmer der Konferenz zu einem stärkeren Durchgreifen und zu der Integration strengerer Regeln in den Vertrag veranlasst werden. Die Forscher betonen in diesem Zusammenhang einstimmig, dass ein schnelles und entschiedenes Handeln unvermeidbar sei.

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