Energiekonzerne bei Verbrauchern durchgefallen

April 28th, 2009 von admin

Eine repräsentative Befragung unter deutschen Verbrauchern hat ergeben, dass eine Mehrheit der Bürger mit Preisen und Politik der großen Energiekonzerne E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall nicht zufrieden sind.

Die Umfrage wurde von dem Institut TMS-Emnid im Auftrag von Greenpeace durchgeführt. Die Ergebnisse belegen, dass die Deutschen die Preis- und Klimaschutzpolitik der vier Energieriesen als mangelhaft bewerten. Eine deutliche Mehrheit von 85 Prozent hielt die Strompreise von RWE und Co. für zu hoch. Außerdem sind 69 Prozent der Befragten nicht der Ansicht, dass die Investitionen der Großen in regenerative Energien ausreichend seien. 77 Prozent lehnten darüber hinaus eine Beteiligung deutscher Stromunternehmen an osteuropäische Kernkraftwerken ab.

Verantwortliches Handeln gefordert

Greenpeace unterlegt diese Ergebnisse mit den Investitionsplänen der Konzerne. “Im Jahr 2007 hatte RWE nur 0,8 Prozent seiner Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien gedeckt. Auch zukünftig (2008 bis 2012) plant RWE nicht mehr als 15 Prozent seiner Gesamtinvestitionen in Erneuerbare Energien zu lenken”, kritisiert Andree Böhling in einer Presseerklärung. Die Verbraucher hätten es satt, überzogene Strompreise für schmutzigen Strom zu zahlen. Die Energiekonzerne würden ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht gerecht, so Böhling weiter. Die gigantischen PR-Kampagnen seien gescheitert und es sei an der Zeit, mit Hilfe einer “Netz AG” die Macht der Großkonzerne einzuschränken sowie die Klimaschutz- und Wettbewerbsziele auf dem Energiemarkt effektiv durchzusetzen.
Währenddessen hat E.ON eine groß angelegte “EnergieSpar-Tour” gestartet, die die Verbraucher zum sparsamen Umgang mit Strom, Gas und Wasser ermutigen soll. Ob diese Aktion tatsächlich eine Wende der Unternehmenspolitik hin zu mehr Umweltbewusstsein und Verbraucherfreundlichkeit darstellt oder es nur ein weiterer Versuch der Profilierung ist, bleibt abzuwarten.

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